Übersehene Kriterien
bei der Buchung von
KI‑Keynote‑Speakern

Bei der Buchung eines (KI‑)Keynote‑Speakers stehen meist Standard‑Kriterien im Vordergrund. Ich möchte in diesem Beitrag allerdings über drei Aspekte sprechen, die die meisten nicht auf dem Schirm haben, die aber für Erfolg oder Misserfolg einer Veranstaltung entscheidend sein können.

Wenn Unternehmen einen Keynote‑Speaker für das Thema künstliche Intelligenz einkaufen, stehen meist die gleichen Kriterien im Vordergrund, wie bei allen Keynotes: Bekanntheit und Reputation, Honorar des Referenten sowie eine grobe Themenvorstellung. Das führt in der Praxis oft zu Vorträgen, die keinen nachhaltigen Effekt erzielen. Um echten Mehrwert für Ihr Team oder Ihre Organisation zu sichern, sollten Sie daher auf drei Aspekte achten, die bei der Auswahl von Speakern nur selten berücksichtigt werden.

Einen nachhaltigen
Lerneffekt sicherstellen

Folien ohne visuelle Elemente werden sofort vergessen
Folien mit Bildern als primäre Quelle bleiben hängen

Künstliche Intelligenz ist ein hochkomplexes Thema. Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini und Claude sowie die dahinterstehende Architektur dieser Modelle sind hierbei keine Ausnahme. Ein häufiger Fehler, den viele Speaker machen, ist es, dass sie komplexe Themen mit seitenlangen Folien erklären wollen. Dabei zeigen Studien heute ganz klar: Der Mensch kann komplexe Themen vor allem in einer Kombination aus Bild und Text gut verarbeiten und im Gedächtnis behalten. Natürlich ist die Qualität der Präsentation bei jeder Keynote wichtig, aber bei komplexen Themen wie KI gilt dieser Grundsatz des visuellen Lernens umso mehr. Ansonsten wird das Publikum schnell abgehängt und schaltet ab.

Worauf Sie achten sollten: Der Speaker muss in der Lage sein, komplexe Themen durch präzise Grafiken, Animationen und lebensweltnahe Analogien leicht verständlich aufzubereiten. Nur so kann ein Vortrag in kurzer Zeit einen nachhaltigen Lerneffekt erzielen.

Praxistipp: Machen Sie sich vorab ein konkretes Bild. Fragen Sie im Buchungsprozess explizit nach Beispielfolien, um eine Vorstellung der visuellen Aufbereitung zu bekommen.

Die wichtigste Entscheidung vorher treffen

Die allermeisten Ihrer Angestellten haben vermutlich bereits in einem Vortrag oder einem Workshop gesessen, bei dem sie sich hinterher gedacht haben: „Ja, ganz interessant, aber wirklich was gebracht hat mir das jetzt nicht.“ Dieser Frust entsteht aus 2 Gründen: falscher Zielsetzung oder falschem Framing.

1. Die richtige Zielsetzung. Sie sollten sich vorher genau darüber Gedanken machen, was Sie mit der zu buchenden Keynote bewirken wollen. Möchten Sie einen spannenden Impulsvortrag einkaufen, der das Publikum zum Nachdenken anregen soll, oder möchten Sie einen praxisnahen Vortrag, bei dem Ihre Mitarbeitenden das Gehörte direkt am nächsten Tag in ihren Arbeitsalltag integrieren wollen? Beides ist möglich, beides ist gewinnbringend, aber wenn Sie sich nicht vorher darüber Gedanken machen, dann kann die Keynote schnell nach hinten losgehen. Insbesondere der anregende Impulsvortrag kann schnell bei vielen Angestellten links rein und rechts raus gehen. Machen Sie sich also Gedanken darüber, ob der Inhalt des Vortrags und das Zielpublikum gut aufeinander abgestimmt sind.

Impuls regt an, bleibt im Kopf Praxis direkt anwendbar Ihr Event

Der spannende Impulsvortrag: Regt zum Nachdenken an, hinterfragt den Status quo kritisch und bleibt als Inspiration langfristig im Gedächtnis.

Die praxisnahe Keynote: Vermittelt konkrete Tools und Methoden, sodass Mitarbeitende den Raum verlassen und das Gehörte direkt am nächsten Tag umsetzen wollen.

2. Das passende Framing. Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, das Framing im Voraus kann ebenfalls einen großen Unterschied machen. Wenn Sie sich für einen impulsgebenden Vortrag entschieden haben, dann machen Sie das auch bei der Bewerbung und der Anmoderation deutlich. Ansonsten hat jeder der Teilnehmenden eine andere Erwartungshaltung und Erwartungen können schnell enttäuscht werden.

Mehrwert statt Buzzwords

Gerade im KI‑Bereich gibt es bei vielen Vorträgen massive inhaltliche Überschneidungen. Wenn eine Keynote lediglich altbekannte Schlagworte wie „Disruption“ und „Effizienzsteigerung“ aneinanderreiht, ohne einen echten, neuen Blickwinkel einzunehmen, dann seien Sie vorsichtig, dass Sie nicht Ihre finanziellen Ressourcen und das Zeitbudget Ihres Teams in einen Vortrag investieren, der nur Dinge wiederholt, die schon 1000 Mal gesagt worden sind.

Machen Sie sich stattdessen lieber auf die Suche nach einem Thema, das für Ihr Publikum alleine schon dadurch einen Mehrwert darstellt, dass es sich dabei um neue Informationen handelt. Denn Langeweile entsteht immer dann, wenn wir mit etwas konfrontiert werden, das wir schon etliche Male gesehen oder gehört haben. Etwa wie die KI die Arbeitswelt verändern wird und (je nach Speaker wahlweise) in den nächsten 5 Jahren alle arbeitslos machen oder das Paradies auf Erden herbeiführen wird.

Wenn Sie sich beispielsweise für bisher eher unbeachtete Themen interessieren, wie z. B. wo die Limitierungen dieser Modelle liegen, in welchem Zusammenhang KI und Desinformationen stehen oder welchen Einfluss KI auf unsere kognitiven Fähigkeiten hat, dann schauen Sie gerne mal auf meiner Keynote‑Seite dazu vorbei. Ich biete nämlich zu allen 3 Themen (und noch weiteren) Keynotes an. Allerdings habe ich wie die meisten Speaker meine Spezialisierungen. Sollten Sie andere Themenvorstellungen haben, zu denen ich nicht sprechfähig bin, dann melden Sie sich gerne bei mir und ich kann Sie ggf. an Speaker weiterleiten oder eine Empfehlung aussprechen.

Die Herausforderung: Vermeiden Sie es, Vorträge einzukaufen, die nur die Informationen wiedergeben, die wir alle schon 100 Mal gehört haben.

Gegenmaßnahme: Klären Sie spätestens im Erstgespräch ab, was genau an der Perspektive etwas Neues darstellt. Ein qualifizierter Speaker kann Ihnen seine Kern‑These und seinen spezifischen Ansatz sofort präzise auf den Punkt bringen.

Sie planen eine Keynote zu KI?

Genau an diesen drei Punkten richte ich meine Vorträge aus: visuell aufbereitet, mit einer klaren Stoßrichtung und einer Perspektive, die über die üblichen Schlagworte hinausgeht. Schauen Sie sich gerne vorab Beispiele meiner Arbeit an oder fragen Sie direkt eine Keynote an.